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Was kostet eine Drupal-Website? Die Kostentreiber im Überblick
Die Kosten einer Drupal-Website entstehen durch Konzeption, Design, Entwicklung, Datenübernahme und den laufenden Betrieb. Sie hängen vor allem von Umfang, Schnittstellen, Sprachen und Ihren Anforderungen an Wartung und Hosting ab.

Drupal selbst ist Open Source und kostet keine Lizenzgebühren.
Eine seriöse Zahl lässt sich erst nennen, wenn klar ist, was die Website können soll. Deshalb finden Sie hier keine Pauschalpreise. Dieser Beitrag zeigt, aus welchen Bausteinen sich die Kosten einer Drupal-Website zusammensetzen, welche Fragen Sie vorab klären sollten und wie Sie zu einem belastbaren Angebot kommen.
Kostet Drupal Lizenzgebühren?
Nein. Drupal steht unter der GNU General Public License, Version 2 oder später. Auf drupal.org heißt es dazu, die Software selbst sei vollständig kostenlos. Das gilt für den Drupal-Core und für die Module und Themes, die auf drupal.org veröffentlicht sind. Auch Drupal CMS, das ebenfalls über drupal.org bereitsteht, fällt darunter.
Sie zahlen also keine Gebühr pro Website, pro Nutzer oder pro Jahr. Kosten entstehen für die Arbeit, die aus der freien Software eine fertige Website macht, und für den Betrieb danach. Warum sich Unternehmen trotzdem für Drupal entscheiden, lesen Sie im Beitrag Was ist Drupal?
Wovon die Kosten einer Drupal-Website abhängen
Den größten Teil des Aufwands bestimmen Ihre Anforderungen, nicht das System. Die folgende Tabelle nennt die üblichen Kostentreiber. Die dritte Spalte enthält die Frage, die Sie vor einer Anfrage für sich beantworten sollten. Je mehr davon geklärt ist, desto genauer wird die Schätzung.
| Kostentreiber | Was ihn beeinflusst | Frage, die Sie vorab klären sollten |
|---|---|---|
| Konzeption und Inhaltsmodell | Zahl der Inhaltstypen, Rollen und Freigabeschritte | Welche Arten von Inhalten gibt es, und wer darf was freigeben? |
| Design und Theme | Zahl der Komponenten, Anforderungen an die Barrierefreiheit, eigenes Design oder Vorlage | Gibt es ein Corporate Design, und wie viele unterschiedliche Seitentypen brauchen Sie? |
| Funktionen | Fertige Module von drupal.org oder Eigenentwicklung | Welche Funktionen sind Pflicht, welche wären schön? |
| Schnittstellen | Anbindung an CRM, ERP, Shop, Single Sign-on, Apps oder ein Headless-Frontend | Mit welchen Systemen muss die Website Daten austauschen, und in welche Richtung? |
| Mehrsprachigkeit | Zahl der Sprachen, eigene Länderseiten, Übersetzungsabläufe | Werden Inhalte nur übersetzt, oder unterscheiden sie sich je Land? |
| Datenübernahme | Herkunft (Drupal 7 oder anderes CMS), Datenmenge, Weiterleitungen alter URLs | Welche Inhalte ziehen um, und welche können wegfallen? |
| Redaktionelle Inhalte | Wer Texte und Bilder liefert und bis wann | Stehen die Inhalte zum Start bereit, oder sollen sie im Projekt entstehen? |
| Schulung | Zahl der Redakteure, Rollen, Vorkenntnisse | Wer arbeitet künftig im System, und wie viel Einarbeitung braucht das Team? |
| Betrieb | Hosting, Wartung, Sicherheitsupdates, Reaktionszeiten | Betreibt Ihre IT die Server selbst, oder soll alles aus einer Hand kommen? |
| Upgrades | Neue Hauptversionen von Drupal, Zahl der Module und Eigenentwicklungen | Ist das nächste Upgrade im Budget der kommenden Jahre eingeplant? |
Die Treiber hängen voneinander ab. Eine zusätzliche Sprache betrifft das Inhaltsmodell, die Übersetzungsabläufe, das Design der Sprachumschaltung und die Schulung. Eine neue Rolle in der Redaktion verändert Rechte, Freigaben und oft auch die Oberfläche, mit der Ihr Team arbeitet.
Zwei Punkte brauchen in der Planung besondere Aufmerksamkeit. Bei Schnittstellen muss auch die Gegenseite mitarbeiten, etwa der Anbieter Ihres CRM oder Ihre interne IT. Deshalb lohnt es sich, früh zu klären, wer dort zuständig ist und welche Daten fließen sollen. Mehr dazu auf der Seite zu Drupal-Schnittstellen und Modulentwicklung.
Die Datenübernahme hängt stark davon ab, wie sauber die alten Inhalte strukturiert sind. Wie wir dabei vorgehen, beschreibt die Seite zur Drupal-Migration.
Einmalige und laufende Kosten
Bei der Planung hilft es, zwei Arten von Kosten zu trennen. Die einen fallen bis zum Start an, die anderen solange die Website läuft.
Einmalige Kosten
Dazu gehören Konzeption, Design, die technische Umsetzung, die Übernahme bestehender Inhalte und die Schulung der Redaktion. Diese Posten bilden das eigentliche Projekt. Sie lassen sich in Phasen aufteilen, sodass Sie nach jeder Phase entscheiden können, wie es weitergeht.
Laufende Kosten
Nach dem Start kommen Hosting, Wartung und Sicherheitsupdates hinzu, außerdem die Weiterentwicklung und in größeren Abständen Upgrades. Drupal hat einen festen Release-Zyklus: Laut drupal.org erscheint alle zwei Jahre eine neue Hauptversion, und jede Minor-Version wird ein Jahr lang unterstützt. Updates gehören deshalb zum normalen Betrieb.
Planen Sie diese Kosten von Anfang an ein. Wie das konkret aussieht, zeigt der Beitrag zum Support-Ende von Drupal 10. Für den laufenden Betrieb bieten wir Drupal-Wartung und auf Wunsch Hosting an.

Wo sich Aufwand sparen lässt
Oft lässt sich der Aufwand senken, indem Sie den Umfang für den Start klein halten und Vorarbeit selbst leisten.
- Anforderungen priorisieren. Starten Sie mit dem, was die Website zum Start wirklich braucht. Weitere Funktionen folgen in späteren Ausbaustufen, wenn klar ist, wie Besucher und Redaktion die Seite nutzen.
- Fertige Module nutzen. Für viele Aufgaben gibt es auf drupal.org gepflegte Module. Eine Eigenentwicklung lohnt sich dort, wo kein Modul passt oder die Anforderung Ihr Geschäft wirklich unterscheidet.
- Inhalte vorbereiten. Liegen Texte, Bilder und die Seitenstruktur vor Projektbeginn vor, entfallen Wartezeiten und Schleifen in der Umsetzung.
- In Komponenten denken. Ein Baukasten aus wiederverwendbaren Elementen ist günstiger als viele einzeln gestaltete Seiten. Ihre Redaktion kann daraus später selbst neue Seiten bauen. Mehr dazu bei der Drupal-Theme-Entwicklung.
- Wartung früh planen. Eine Website, die regelmäßig aktualisiert wird, lässt sich später mit weniger Aufwand auf eine neue Version heben als eine, die jahrelang liegen geblieben ist.
Sparen an der falschen Stelle wird dagegen teuer. Wer Konzeption überspringt, zahlt meist später für Umbauten. Wer Updates auslässt, zahlt bei der nächsten Hauptversion für den Rückstand.

Vom Erstgespräch bis zum Betrieb in fünf Schritten
Wir arbeiten seit 2009 ausschließlich mit Drupal und haben über 70 Projekte umgesetzt. Ein Angebot entsteht bei uns in diesen Schritten:
- Anfrage. Sie schildern uns kurz Ihr Vorhaben. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
- Erstgespräch. Wir klären Ziele, Ausgangslage und Zeitrahmen. Geht es um eine bestehende Website, folgt eine Bestandsaufnahme von Version, Modulen und Server.
- Beratung und Konzeption. Bei größeren Vorhaben folgt eine Drupal-Beratung. Ergebnis ist ein Konzept mit Projektplan, Phasen und Aufwandsschätzung.
- Angebot. Auf dieser Grundlage erhalten Sie ein Angebot, das sich an den Phasen des Projektplans orientiert.
- Betrieb. Auf Wunsch schließen wir einen Wartungsvertrag. Welche Leistungen er umfasst, legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.
Beispiele finden Sie in unseren Drupal-Referenzen.
Diese Unterlagen helfen bei einer belastbaren Schätzung
Sie müssen kein Lastenheft schreiben. Diese Angaben machen das Erstgespräch aber deutlich ergiebiger:
- Link zur heutigen Website oder eine grobe Sitemap
- Liste der Funktionen, die die neue Website haben soll
- Systeme, an die die Website angebunden werden soll
- Sprachen und Länder
- Rollen in der Redaktion und Freigabeabläufe
- Vorhandenes Design oder Corporate Design
- Gewünschter Zeitrahmen und feste Termine
- Ein Budgetrahmen, falls es schon einen gibt
Ein Budgetrahmen ist kein Muss. Er hilft aber, früh zu entscheiden, welche Funktionen in die erste Ausbaustufe gehören und welche warten können.
Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Vorhaben kostet, schicken Sie uns, was Sie schon haben, auch wenn noch vieles offen ist. Projekt einschätzen lassen
Häufige Fragen
Häufige Fragen
Ist Drupal kostenlos?
Die Software ja. Drupal steht unter der GPL und kostet keine Lizenzgebühren, das gilt auch für die Module auf drupal.org. Kosten entstehen für Konzeption, Design, Umsetzung und den laufenden Betrieb.
Was kostet eine Drupal-Website ungefähr?
Eine ehrliche Zahl gibt es erst, wenn der Umfang bekannt ist. Den Ausschlag geben die Kostentreiber aus diesem Beitrag: Inhaltsmodell, Design, Funktionen, Schnittstellen, Sprachen, Datenübernahme und Betrieb. Nach dem Erstgespräch sagen wir Ihnen, welche Klärung bis zu einem belastbaren Angebot nötig ist, etwa eine Bestandsaufnahme oder eine Konzeption.
Ist Drupal teurer als WordPress oder TYPO3?
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Die Kosten folgen den Anforderungen, nicht dem System. Für eine kleine Website kann ein einfacheres System genügen. Vergleiche finden Sie in den Beiträgen TYPO3 vs. Drupal und Drupal vs. WordPress.
Was kostet der Betrieb einer Drupal-Website im Jahr?
Zum Betrieb gehören Hosting, Sicherheitsupdates, Backups, kleine Änderungen und in größeren Abständen Upgrades auf eine neue Hauptversion. Wie viel davon anfällt, hängt von der Zahl der Module und Eigenentwicklungen und von den gewünschten Reaktionszeiten ab. Mehr dazu bei der Drupal-Wartung.
Was kostet ein Upgrade von Drupal 10 auf 11?
Das hängt davon ab, wie viele Module eingesetzt sind, ob es für alle eine kompatible Version gibt und wie viel eigener Code und Theme angepasst werden müssen. Ein solches Upgrade ist meist deutlich kleiner als ein Wechsel von Drupal 7. Hintergründe stehen im Beitrag zum Support-Ende von Drupal 10 und auf der Seite zur Drupal-Migration.
Bietet RedOrbit auch Hosting an?
Ja. Auf Wunsch hosten wir Ihre Drupal-Website, dann liegen Server und Drupal in einer Hand. Betreibt Ihre IT die Server selbst, übernehmen wir nur die Wartung. Mehr dazu beim Drupal-Hosting.
Autor
Christian Heyer
GF / Beratung / Konzeption / Projektmanagement
Passende Leistung
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